Wie viel Eigenkapital ist beim Immobilienkauf sinnvoll?
Eine der ersten Fragen auf dem Weg zur eigenen Immobilie
Bevor überhaupt nach einer passenden Immobilie gesucht wird, lohnt sich ein Blick auf das vorhandene Eigenkapital. Es beeinflusst nicht nur, welcher Kaufpreis realistisch finanzierbar ist, sondern häufig auch die Konditionen des Darlehens.
Warum Eigenkapital eine Rolle spielt
Banken bewerten Finanzierungsanfragen unter anderem danach, wie viel Eigenkapital eingebracht wird. Ein höherer Eigenkapitalanteil kann sich unter Umständen positiv auf die Zinskonditionen auswirken, ist jedoch immer eine individuelle Entscheidung der finanzierenden Bank.
Welche Kosten häufig aus Eigenkapital gedeckt werden
In der Praxis wird häufig empfohlen, zumindest die Kaufnebenkosten – etwa Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklerprovision – aus Eigenkapital zu decken, da diese meist nicht mitfinanziert werden. Wie viel darüber hinaus sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Was zum Eigenkapital zählen kann
Erspartes Guthaben
Bausparguthaben
Wertpapiere oder andere liquidierbare Vermögenswerte
Eigenleistungen bei Neubau oder Sanierung (sogenannte „Muskelhypothek")
Gegebenenfalls Schenkungen oder Vorerbe innerhalb der Familie
Warum eine Reserve wichtig ist
Neben dem Eigenkapital für Kaufpreis und Nebenkosten empfiehlt es sich häufig, eine finanzielle Reserve für unvorhergesehene Ausgaben oder spätere Instandhaltung einzuplanen, statt das gesamte Vermögen vollständig einzusetzen.
Was ich als Maklerin für Sie übernehme
Ich stelle Ihnen die relevanten Objektunterlagen für Ihre Finanzierungsanfrage zusammen und bespreche mit Ihnen den realistischen Kostenrahmen rund um den Kauf. Die konkrete Finanzierungsplanung und Eigenkapitalberatung übernimmt Ihre Bank oder ein unabhängiger Finanzierungsberater.
Fazit
Wie viel Eigenkapital sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beziffern. Wichtig ist, die Kaufnebenkosten realistisch einzuplanen und eine finanzielle Reserve zu behalten – die konkrete Höhe klärt sich am besten im persönlichen Gespräch mit der Bank.
Das sind allgemeine, unverbindliche Informationen – für die verbindliche Einschätzung im Einzelfall braucht es Notar, Steuerberater, Anwalt, Bank oder Sachverständigen.